Der Waffengriff

Ein fester, hoher Griff macht die Waffe kontrollierbar. So greifen Sie Pistole und Langwaffe richtig.

Von David Hauser, IHK-zertifizierter Ausbilder · Aktualisiert am 11.10.2026 · 5 Min Lesezeit

Warum der Griff zählt

Der Griff bestimmt, wie stark sich die Waffe im Rückstoß bewegt und wie schnell die Visierung zurück auf das Ziel kommt. Ein guter Griff ist bei jedem Schuss gleich.

Die Schusshand an der Pistole

Die Schusshand greift so hoch wie möglich am Griffrücken, direkt unter dem Schlitten. Lauf und Unterarm bilden eine Linie. Mittel-, Ring- und kleiner Finger umschließen den Griff fest, der Zeigefinger bleibt frei für den Abzug.

Die Unterstützungshand

Die zweite Hand füllt die freie Fläche auf der Griffseite und legt sich mit den Fingern über die Finger der Schusshand. Beide Daumen zeigen nach vorne in Richtung Ziel, auf der Seite der Unterstützungshand. Die Unterstützungshand übernimmt einen großen Teil des Haltedrucks, damit der Abzugsfinger locker arbeiten kann.

Wichtig für die Sicherheit

Kein Daumen hinter dem Schlitten: Der Schlitten fährt beim Schuss nach hinten und verletzt die Hand. Bei Revolvern gehören die Finger nicht vor den Zylinderspalt, dort tritt seitlich heißes Gas aus.

Der Anschlag mit der Langwaffe

Bei Gewehr und Flinte sitzt die Schaftkappe fest in der Schultertasche, die Wange liegt immer an derselben Stelle am Schaft. Die Schusshand zieht die Waffe am Griff in die Schulter, die vordere Hand stützt. So wirkt der Rückstoß auf den ganzen Oberkörper.

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