Richtiges Ziehen am Abzug

Warum die Abzugskontrolle über den Treffer entscheidet und wie Sie sauber abziehen, ohne die Waffe zu verreißen.

Von David Hauser, IHK-zertifizierter Ausbilder · Aktualisiert am 11.10.2026 · 6 Min Lesezeit

Warum der Abzug so wichtig ist

Die meisten Fehlschüsse von Einsteigern entstehen nicht beim Zielen, sondern in dem Moment, in dem der Schuss bricht. Schon eine kleine seitliche Bewegung des Fingers verschiebt die Mündung. Auf 25 Meter wird daraus ein Treffer weit neben der Mitte.

Die richtige Fingerposition

Bei Kurzwaffen liegt der Abzug in der Regel auf der Mitte des ersten Fingerglieds. Zu wenig Finger drückt die Waffe zur Seite der Schusshand, zu viel Finger zieht sie zur anderen Seite. Die passende Position hängt von Handgröße und Waffe ab und wird im Training angepasst.

Gerade nach hinten

Der Abzug wird gleichmäßig und gerade nach hinten bewegt, ohne Ruck. Nur der Zeigefinger arbeitet, die restliche Hand hält den Griff unverändert fest. Das Ziel ist ein Schuss, der Sie fast überrascht: Sie erhöhen den Druck stetig, bis der Schuss bricht.

Durchziehen und Rückstellen

Nach dem Schuss bleibt der Finger kurz hinten, die Visierung bleibt auf dem Ziel. Dann lassen Sie den Abzug nur so weit nach vorne, bis er hör- und fühlbar zurückstellt. Von dort beginnt der nächste Schuss. Das spart Weg und hält die Waffe ruhig.

Typische Fehler

Mucken: Der Körper erwartet den Knall und drückt die Waffe vor dem Schuss nach unten. Reißen: Der Abzug wird schnell und mit der ganzen Hand durchgezogen. Beide Fehler zeigen sich bei Rechtshändern oft als Treffer tief links. Abhilfe bringt Trockentraining mit entladener Waffe: Visierung auf das Ziel, abziehen und prüfen, ob das Korn ruhig bleibt.

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