Wie stark ist der Rückstoß? Kaliber verständlich erklärt

Viele Einsteiger haben Respekt vor dem Rückstoß. Wovon er abhängt und wie er sich bei verschiedenen Waffen anfühlt.

Von David Hauser, IHK-zertifizierter Ausbilder · Aktualisiert am 11.10.2026 · 5 Min Lesezeit

Woher kommt der Rückstoß?

Wenn das Geschoss nach vorne beschleunigt wird, bewegt sich die Waffe nach hinten. Wie stark, hängt vor allem von Geschossgewicht, Geschwindigkeit und dem Gewicht der Waffe ab. Eine schwere Waffe mit leichter Patrone stößt kaum, eine leichte Waffe mit starker Patrone deutlich.

Wie fühlt es sich an?

Eine 9-mm-Pistole bewegt sich spürbar, ist aber mit gutem Griff gut zu kontrollieren. Ein Revolver in .45 ACP schiebt eher, als dass er schlägt. Ein Gewehr in .223 hat wenig Rückstoß, weil Schulter und Waffengewicht ihn auffangen. 7,62 × 39 mm ist spürbar kräftiger. Die Flinte im Kaliber 12/70 hat den stärksten Rückstoß in unserem Training.

Der Knall erschreckt mehr

Bei vielen Einsteigern ist es nicht der Rückstoß, sondern der Knall, der zusammenzucken lässt. Guter Gehörschutz nimmt viel davon. Nach den ersten Schüssen gewöhnen sich fast alle daran.

So halten Sie den Rückstoß klein

Ein hoher, fester Griff, ein stabiler Stand mit leicht nach vorne verlagertem Gewicht und bei Langwaffen ein fester Anschlag in der Schulter. Wer sich gegen den Rückstoß verkrampft, schießt schlechter. Locker und stabil ist besser als starr.

Reihenfolge im Training

Im Schießtraining für Einsteiger beginnen wir mit Waffen mit wenig Rückstoß und steigern uns. So gewinnen Sie Sicherheit, bevor Sie Flinte oder 7,62 × 39 mm schießen.

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