Sportschütze werden: Der Weg zur eigenen Waffenbesitzkarte

Verein, Sachkunde, Bedürfnis, Behörde: die Schritte zur Waffenbesitzkarte für Sportschützen in Deutschland.

Von David Hauser, IHK-zertifizierter Ausbilder · Aktualisiert am 11.10.2026 · 8 Min Lesezeit

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind das Waffengesetz und die Auskunft Ihrer Waffenbehörde. [Vor Veröffentlichung fachlich prüfen.]

Schritt 1: Ausprobieren

Bevor Sie einem Verein beitreten, lohnt sich ein Training mit verschiedenen Waffen. So finden Sie heraus, ob Sie eher Kurzwaffe, Langwaffe oder Flinte schießen möchten. Diese Entscheidung bestimmt, welche Disziplin und welcher Verband zu Ihnen passen.

Schritt 2: Verein und Verband wählen

Sportschützen erwerben Waffen über einen anerkannten Schießsportverband, zum Beispiel BDS, DSB oder BDMP. Sie werden Mitglied in einem Verein, der diesem Verband angehört. Wählen Sie den Verband nach den Disziplinen, die Sie schießen möchten.

Schritt 3: Regelmäßig trainieren

Für das Bedürfnis müssen Sie in der Regel mindestens 12 Monate Mitglied sein und regelmäßig trainieren, also 18-mal innerhalb von 12 Monaten oder einmal pro Monat. Die Termine trägt der Verein in Ihr Schießbuch ein.

Schritt 4: Sachkundeprüfung

Die Waffensachkunde nach § 7 WaffG umfasst Waffenrecht, Waffentechnik und sicheren Umgang. Vorbereitungskurse bieten Verbände und Vereine an.

Schritt 5: Bedürfnisbescheinigung und Antrag

Der Verband bestätigt Ihr Bedürfnis für eine bestimmte Waffenart. Mit dieser Bescheinigung, dem Sachkundenachweis und den persönlichen Unterlagen stellen Sie den Antrag auf Waffenbesitzkarte bei der Waffenbehörde Ihres Wohnorts. Die Behörde prüft Zuverlässigkeit und persönliche Eignung. Wer unter 25 Jahre alt ist, braucht für den Ersterwerb in der Regel zusätzlich ein fachpsychologisches Zeugnis.

Wie lange dauert das insgesamt?

Rechnen Sie mit mindestens 12 bis 18 Monaten vom Vereinseintritt bis zur ersten eigenen Waffe. Die Bearbeitungszeit der Behörde kommt hinzu.

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